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Markus Dippold

letzte Aktualisierung:
29. Mai 2013

Kritik, Meinungen & Kommentare:
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Star Trek - alles, was sich bewegt
Titel: Der Käfig (The Cage)
Staffel & Folge: 1x00
Kategorie:The Original Series - Die Serie
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Story
Sternzeit: unbekannt, Jahr: 2254

Die USS Enterprise ist auf dem Weg zur nächstgelegenen Sternenbasis der Föderation, damit sich die Besatzung erholen kann und Reparaturarbeiten erledigt werden können. Außerdem soll Personal ersetzt werden, das bei der Erforschung von Rigel VII verloren wurde. Trotz des Zustandes seines Schiffs beschließt Captain Pike, Signale zu untersuchen, die darauf hindeuten, daß ein Raumschiff auf Talos IV abgestürzt ist. Ein Landeteam, das aus Pike, Lieutenant Spock und Navigationsoffizier José Tylor besteht, beamt hinunter und entdeckt überraschenderweise ein aus behelfsmäßigen Zelten und alten Schiffsteilen errichtetes Notlager. Eine Gruppe zerlumpter Überlebender kommt hervor, angeführt von einem Mann, der sich als Dr. Theodore Haskins vorstellt. Er erklärt, daß sie Wissenschaftler sind, die auf diesem Planeten festsitzen, seit ihr Schiff, die SS Columbia, vor fast zwanzig Jahren abstürzte.

Eine schöne junge Frau tritt hervor und wird als Vina vorgestellt. Als das Schiff abstürzte, war sie noch ein Kind. Captain Pike fühlt sich stark zu ihr hingezogen. Das alles wird von einigen Außerirdischen, die sich unter der Erde versteckt haben, auf einem merkwürdigen Bildschirm beobachtet.

Als Vina Pike zu einer Felsformation lockt, um ihm das Geheimnis zu offenbaren, wie die Wissenschaftler überleben und vollkommen gesund bleiben konnten, steigen die Außerirdischen aus einem verborgenen Aufzug, machen Pike bewußtlos und bringen ihn in ihr unterirdisches Versteck. Spock und Tylor kommen zu spät, um ihrem Captain zu helfen. Inzwischen sind die Überlebenden und ihr Zeltlager verschwunden.

Pike erwacht in einer Art Käfig. Ein extrem starkes, durchsichtiges Material versperrt ihm den Ausweg. Die kleinen Außerirdischen, die von dem ›Wärter‹ angeführt werden, nähern sich dem Käfig. Sie kommunizieren lediglich telepathisch mit Pike und verärgern ihn dadurch, daß sie ihn als Angehörigen einer minderwertigen Spezies bezeichnen. Durch eine Illusion wird Pike scheinbar nach Rigel VII transportiert, wo er erneut auf Vina trifft. Nachdem die Illusion beendet ist, werden beide wieder in dem Käfig materialisiert, und Vina erklärt Pike, daß sie die einzige Überlebende des Absturzes der SS Columbia ist.

Als Captain Pike sich weigert, den Anweisungen der Talosianer zu gehorchen, versuchen die Außerirdischen, sein Interesse an Vina zu wecken, indem sie sie in verschiedenen Illusionen auftreten lassen, die Pikes männliche Instinkte reizen sollen: Sie erscheint als mittelalterliche Prinzessin, grünhäutiges Sklavenmädchen vom Orion und sogar als seine Ehefrau. Die Talosianer haben die Enterprise zu ihrem Planeten gelockt, um Pike mit Vina zu vereinigen und eine neue Menschenrasse heranzuzüchten, die sie dann versklaven können.

Inzwischen bereitet sich ein Landungsteam der Enterprise darauf vor, in das unterirdische Versteck zu beamen. Als der Transporter jedoch aktiviert wird, werden nur Nummer Eins und Yeoman Colt hinuntergebeamt. Die beiden Frauen materialisieren in Pikes Käfig. Die Talosianer überlegen, ob der Captain sich vielleicht zu einer von ihnen stärker hingezogen fühlt. Pike untersucht die Laserpistole von Nummer Eins und stellt fest, daß ihr sämtliche Energie entzogen wurde. Er vermutet aber, daß es sich dabei nur um eine Illusion handeln könnte und daß die Waffe in Wirklichkeit noch funktioniert. Er hat entdeckt, daß feindseligen Gefühle die telepathische Kontrolle durch die Talosianer verhindern, und versetzt sich absichtlich in einen Zustand rasender Wut. Pike wirft die Laserwaffen in der Nähe der verborgenen Tür auf den Boden und setzt sich hin, um zu warten. Wie er vorausgesehen hat, versucht der Wärter, sich die Waffen zu holen. Pike stürzt sich auf den Außerirdischen, und während Nummer Eins den Talosianer unter Kontrolle hält, versucht Pike, ein Loch in die Käfigwand zu schießen. Dann droht er damit, auf den Wärter zu schießen, und sofort öffnet sich ein Loch in der Wand. Die Talosianer hatten telepathisch verhindert, daß die Enterprise-Crew die Schäden sehen konnte, die ihre Waffen verursacht hatten. Mit dem Wärter als Schutzschild steigen Pike und die anderen in den Aufzug und erreichen die Oberfläche von Talos IV. Vor Jahrhunderten hatten die Talosianer die Planetenoberfläche in einem nuklearen Krieg verwüstet und mußten eine unterirdische Zivilisation aufbauen, was zu ihren gesteigerten mentalen Fähigkeiten führte, aber auch zu ihrem Unvermögen, sich fortzupflanzen. Als Nummer Eins damit droht, sich umzubringen, indem sie ihre Laserpistole zu Explosion bringt, versichern die Talosianer Pike, daß sie in Wirklichkeit niemals an Sklaven interessiert waren, sondern ihr Erbe nur an die Nachkommenschaft von Vina und Pike weitergeben wollten.

Nummer Eins und Yeoman Colt werden auf die Enterprise zurückgebracht, und die Talosianer offenbaren die Wahrheit über Vina. Sie hatte den Raumschiffabsturz als Erwachsene überlebt, war dabei aber schwer verletzt und furchtbar entstellt worden. Ohne die talosianischen Illusionen ist Vina eine verunstaltete Frau mittleren Alters. Pike hat Mitleid mit ihr und bittet die Talosianer, ihr die Illusion der Schönheit wiederzugeben. Er sieht zu, wie der Wärter Vina ein noch größeres Geschenk macht: Sie erwacht mit einer Illusion von Pike an ihrer Seite, und die beiden gehen glücklich davon. Zurück an Bord der Enterprise weigert sich Pike, über das Vorgefallene zu diskutieren, und die Enterprise verläßt Talos IV.

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Bildergalerie
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Die Enterprise ist auf dem Weg zu einer Raumbasis, um ihre
Wunden zu lecken. Im Moment herrscht Normalbetrieb.
Doch irgendetwas stört die externen Sensoren. Es
ist ein Notruf von einem abstürzenden Schiff.

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Pike will aber weiterfliegen. Der Arzt Boyce glaubt,
daß seine Entscheidung nicht richtig ist.
Dann kommt eine weitere Nachricht herein, es gibt offensichtlich
Überlebende auf einem Planeten in der Talos-Gruppe.

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Ein Außentrupp unter der Führung von Pike macht sich
auf den Weg und beamt in die Nähe des vermuteten Lagers.
Auf dem Planeten gibt es allerhand zu sehen.
Spock freut sich über die klingenen Blumen.

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Endlich entdeckt das Außenteam das Lager. Es sind
Überlebende der vor 18 Jahren abgestürzten Columbia.
Doch die Ankunft des Rettungstrupps wird
von fremden Wesen heimlich beobachtet.

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Vina, das Mädchen, hat ein Auge auf Pike geworfen.
Dessen Hormone geraten auch in Wallung.
Aber alles ist nur eine Täuschung. Pike wird entführt.
Das Lager, die Leute, alles verschwindet plötzlich.

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Pike findet sich in einem Käfig wieder, wo er von den Frem-
den begutachtet wird. Diese unterhalten sich per Telepathie.
Auf dem Schiff berät sich die Crew, was zu tun ist.
Die Entscheidung muß die Nummer Eins fällen.

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Die Talosianer unterziehen Pike einigen Tests.
Es soll der Beschützerinstinkt in ihm geweckt werden.
Erst der Kampf gegen das Wesen auf Rigel VII, dann
verspricht ihm Vina, alles zu tun, was er will.

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Die Enterprise-Crew versucht, den Eingang zu sprengen. Boyce
glaubt, daß sie nur das sehen, was sie die Wesen sehen lassen.
Da Pike nicht kooperiert, wird er bestraft. Dazu holen die
Talosianer die schrecklichsten Erinnerungen aus ihm hervor.

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Um Pike zu überzeugen, daß er sich nicht wehren kann,
lassen sie ihn in einer Illusion vom Familienleben agieren.
Als nächstes soll die Methode "Sex sells" ziehen. Hier
ist Vina als verführerische orionische Tänzerin zu sehen.

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Pike zieht bei Vina nicht so richtig. Die Talosianer trans-
ferieren noch Nummer Eins und die Signalmeisterin in den Käfig.
Somit hat Spock das Kommand über die Enterprise, auf der
aber alle Systeme ausfallen - manipuliert von den Talosianern.

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Pike konnte einen Talosianer überwältigen. Gewalt können sie
nicht lesen. Er zwingt ihn, mit ihnen an die Oberfläche zu gehen.
Der Talosianer stellt fest, daß auch ein goldener Käfig
nichts für Menschen ist. Er läßt alle wieder frei.

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Doch Vina bleibt auf Talos, da sie durch den Absturz schwer
verletzt wurde. Ihr wurde die Illusion von Schönheit gegeben.
Zurück an Bord fragt sich die Crew, was auf dem Planeten
vorgefallen sein mag. Der Doktor hat so seine Vorstellungen.
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Credits
Franz Bachelin
Walter M. Jeffries

Walter M. Jeffries
Regie:Robert Butler
Drehbuch:Gene Roddenberry
Story:Gene Roddenberry
PCode:001
Erstausstrahlung:USA: 24.12.1988; Deutschland: 25.10.1993
Produktion:Gene Roddenberry
Associate Producer:Byron Haskin
Kamera:William E. Snyder
Camera Operator:Jerry Finnerman
Künstlerische Leitung:Pato Guzman
Design der USS Enterprise:Gene Roddenberry
Musik:Alexander Courage
Kostüme:William Ware Theiss
Schnitt:Leo Shreve
Produktionsassistent:Morris Chapnik
Regieassistent:Robert H. Justman
Ausstattung:Ed M. Parbers
Tonabmischung:Stanford G. Houghton
Bildeffekte:Howard A. Anderson Co.
Spezialeffekte:Joe Lombardi
Requisiten:Jack Briggs
Beleuchtung:Bob Campell
Produktionsüberwachung:James A. Paisley
Make-Up:Fred B. Phillips
Frisuren:Gertrude Reade
Forschung:Kellam DeForest
Wissenschaftliche Beratung:Harvey P. Lynn jr.
Hauptrollen:Captain Christopher Pike (Jeffrey Hunter)
Nummer Eins (Majel Barrett)
Dr. Phillip ›Bones‹ Boyce (John Hoyt)
Navigationsoffizier Lieutenant José ›Joe‹ Tylor (Peter Duryea)
Yeoman J. M. Colt (Laurel Goodwin)
Chief Petty Officer Garrison (Adam Roarke)
Mr. Spock (Leonard Nimoy)
Transporterchef Pitcairn (Clegg Hyot)
Vina (Susan Oliver)
Dr. Theodore Haskins, Überlebender (Jon Lormer)
Überlebender (Leonard Mudie)
Überlebender (Anthony Joachim)
Talosianischer Wächter (Meg Wyllie; Stimme von Malachi Throne)
Geologe der ›USS Enterprise‹ (Edward Madden)
Händler vom Orion (Joseph Mell)
Offizier auf dem Orion (Robert Phillips)
Talosianer (Serena Sande, Stimme von Tom Curtis)
Talosianer (Georgia Schmidt, Stimme von Robert C. Johnson)
Kalar, Krieger von Riger VII (Michael Dugan)
Menschenaffe/humanoider Vogel (Janos Prohaska)
Pikes Stunt-Double (Robert Heron)

Anmerkungen

Für die, die es noch nicht wissen: Diese Episode war der erste Pilotfilm, den Gene Roddenberry für die Serie produzierte. Die TV-Bosse haben ihn zwar abgelehnt, aber Roddenberry gebeten, einen neuen Film zu drehen. Der zweite Pilotfilm, Spitze des Eisberges wurde vom Sender angenommen, und der Rest ist bekanntlich Geschichte.

Als allererste Inkarnation des Star Trek-Universums enthält "Der Käfig" viele Elemente und Themen, denen man in der klassischen TV-Serie später erneut begegnet. Die Episode beginnt damit, daß die Enterprise vor einer drohenden Kollision gewarnt wird. Während die Brückenmannschaft nervös Gegenmaßnahmen vorschlägt, ordnet Pike gelassen den Weiterflug an. Diese Reaktion wird auch typisch für Kirk. Außerdem beklagt sich Pike ebenso wie Kirk in den ersten Episoden, daß er einen weiblichen Sekretär hat. (Beides erweckt den Eindruck, als seien Frauen auf Raumschiffen ein erst seit kurzem existierendes Phänomen). Auf dem Planeten lockt Vina Pike mit dem Köder absoluter Gesundheit von der Landegruppe fort - einer Verlockung, die auch in "Das Jahr des roten Vogels" vorkommt. Ein Krieg hat die Talosianer ebenso unter die Erde getrieben wie die Ureinwohner in "Der alte Traum". Die Talosianer benutzen ihre Menagerie, um sich zu unterhalten - fast so, wie die Versorger, die in "Meister der Sklaven" die Sklaven zu sportlichen Zwecken einsetzen. Pike bittet den Obertalosianer, ihn statt Vina zu bestrafen - so wie Kirk in "Meister der Sklaven" die Versorger bittet, Shahna Aufschub zu gewähren. Pike bietet sich - wie Kirk in "Tödliche Spiele auf Gothos" - für die Sicherheit seines Schiffes an. Nummer Eins, Pikes Erste Offizierin, argumentiert ebenso wie McCoy in "Die Stunde der Erkenntnis", daß es falsch sei, Menschen zu versklaven.

Im Zwischenkapitel ›Die Jungs auf'm Gang‹ wird über das Verhalten Frauen gegenüber gesprochen, aber hier erfordern zwei Dinge besondere Beachtung. Erstens: Roddenberry hat eine Frau zum Ersten Offizier der Pike-Enterprise gemacht. Dies war damals so radikal wie eine Mannschaft aus Angehörigen verschiedener Rassen. Laut Aussage Roddenberrys hatten Männer und Frauen Probleme damit, daß der Erste Offizier eine Frau sein sollte. Zweitens ließ er die weiblichen Besatzungsmitglieder - wie die Männer - in Hose und Hemd kleiden. Diese Dinge deuten an, daß er eine Zeit voraussah, in der Männer und Frauen problemlos miteinander arbeiten und das Geschlecht keine oder nur eine geringe Rolle spielt (auch wenn Captain Pike mit dieser Vorstellung Probleme hatte). Natürlich hat Hollywood diese Idee schnell niedergebügelt, und noch heute sind die Uniformen der Männer und Frauen im Star Trek-Universum unterschiedlich.

Apropos Kleidung. In "Der Käfig" trägt die Landegruppe Mäntel, eine Idee, die erst in "Star Trek I: Der Film" wieder auftaucht.

›The Cage‹ war eine Premiere, deswegen sollte man sie meiner Meinung sanft behandeln. Außerdem ist es schwierig, die einzige Episode eines so nicht realisierten Konzepts zu kritisieren.

Noch etwas: Diese Episode landete nicht nur einmal, sondern zweimal bei den Metzgern am Schneidetisch: Sie wurde gekürzt, damit sie in den Zweiteiler "Talos IV - Tabu, Teil I" und "Talos IV - Tabu, Teil II" hineinpaßt, und danach noch einmal - für die zweite Ausstrahlung im Kabelfernsehen.

"Der Käfig" ist ein interessantes, intellektuell anspruchsvolles Drama, über die Gedankenmanipulation übermächtiger Wesen und über die moralischen Auswirkungen und Rechtfertigungen von Gefangenschaft.

Schon in diesem Pilotfilm wird das außergewöhnliche an Star Trek deutlich. Die Handlung ist deutlich kopflastiger, als bei vielen anderen Science Fiction-Produktionen, bei denen außer viel Geballer im Weltraum nicht viel dahinter steckt. Star Trek folgt auch nicht dem üblichen klischeehaften Gut-Böse-Schema der sonstigen TV-Landschaft. Obwohl "Der Käfig", im Gesamtzusammenhang Star Treks betrachtet, sicher lediglich eine durchschnittliche Folge ist, zeigt sie gut den Gedanken der hinter Star Trek steht. Wir haben es hier nicht mit einer simplen ›Hau drauf‹-Action-Serie zu tun. Die Serie folgt auch nicht dem ›Vernichte das Böse Alien‹-Schema anderer Produktionen. Die Serie ist stattdessen bemüht, uns intelligente, hintergründige Unterhaltung mit vielschschichtigen Charakteren zu liefern.

Dabei darf man zwar nie vergessen, daß Star Trek in erster Linie Unterhaltung darstellt und deswegen auch den einen oder anderen TV-Konventionen folgen muß, jedoch ist Star Trek immer darum bemüht etwas mehr zu bieten als nur Unterhaltung, die man ansieht und nach 30 Minuten bereits wieder vergessen hat. Die Serie möchte gleichzeitig auch auf einer zweiten, etwas tiefgründigeren Ebene funktionieren. Sie will zum Nachdenken anregen, brisante Themen anschneiden und manchmal einen moralischen Fingerzeig für unsere Gesellschaft geben. Das alles schafft bereits dieser erste Pilotfilm zumindest zum größten Teil.

Ganz deutlich ist in dieser Folge schon zu erkennen, daß hinter den Außerirdischen in Star Trek deutlich mehr steckt, als nur die bösen Fremden, die die Menschheit vernichten wollen. Die Talosianer, so unsympathisch sie den größten Teil der Folge wirken, sind intelligente Außerirdische, welche sich mit nachvollziehbaren Problemen herumschlagen müssen und verständlich handeln. Sie sind verzweifelt und greifen zu den letzten möglichen Mitteln, um etwas von ihrer Rasse zu erhalten. Am Ende zeigen die Talosianer sogar noch ungeahnte Großzügigkeit, als sie Vina in einer schönen Illusion weiterleben lassen, obwohl die talosianische Rasse dem Untergang geweiht ist. Dazu passend wird der Konflikt mit den Talosianern nicht durch Gewalt, sondern durch das Einlenken des fremden Volkes gelöst. Die Talosianer sind damit quasi das Paradebeispiel für die intelligenten mehrdimensionalen Aliens, welche man nicht nach 5 Sekunden als Böse abstempeln kann und die wir in Star Trek zum größten Teil antreffen werden.

Gene Roddenberry präsentiert uns mit "Der Käfig" einen sehr ambitionierten Pilotfilm, der an manchen Stellen allerdings etwas zuviel will. Der Film wirkt manchmal etwas langatmig. Roddenberry wollte offensichtlich bereits aus der ersten Folge alles herausholen, was in der Serie an Potential steckte. Der Vorwurf von NBC, der Film sei zu kopflastig, scheint fast gerechtfertigt zu sein, obwohl Fernsehsender natürlich gerne dazu neigen, die Intelligenz des TV-Zuschauers zu unterschätzen. Trotzdem scheint die Handlung für einen Pilotfilm eher ungeeignet zu sein.

Wäre die Geschichte in einer 45 Minuten Episode erzählt worden, wäre die Episode vermutlich deutlich besser geworden. Man hätte die Geschichte deutlich komprimieren müssen, sie wäre dadurch gestrafft und damit auch spannender und handlungsorientierter geworden.

Ein anderer Grund für das Scheitern von "Der Käfig" mag sein, daß die Erwartungshaltung von NBC nicht mit dem Ergebnis übereinstimmte. Roddenberry stellte das Star Trek Konzept NBC gegenüber als Westernserie im Weltraum vor. Dies mag die NBC-Verantwortlichen zwar sicher wohlwollend gestimmt haben, da Westernserien in den 50er und 60er Jahren extrem erfolgreich waren, doch der dazu vorgestellte Pilotfilm "Der Käfig" stimmte so ziemlich überhaupt nicht mit diesem Konzept überein. Die NBC-Verantwortlichen erwarteten eine actiongeladene Abenteuer-Folge und bekamen ein sehr intellektuell orientiertes Charakterdrama mit gelegentlichen Action-Szenen.

"Der Käfig" benutzt ein typisches Science Fiction-Konzept als Grundlage. Die Talosianer haben einen verheerenden Krieg geführt, wodurch die Oberfläche des Planeten unbewohnbar wurde. Also haben sie sich in Höhlen in den Untergrund zurückgezogen, dort entwickelten sie ihre geistigen Fähigkeiten soweit weiter, daß sie nur noch damit beschäftigt waren, irgendwelche Illusionen zu schaffen und darin zu leben. Dabei verlernten sie allmählich völlig, wie man die Maschinen, die sie am Leben erhalten, repariert. So sind sie früher oder später dem Untergang geweiht. Dies ist im Prinzip ein typischer Science Fiction-Plot, der uns so ähnlich auch noch das eine oder andere Mal in Star Trek unterkommen wird.

Positiv ist anzumerken, daß trotz der Fixierung auf Pike das enorme Potential der Zusammenstellung der Charaktere zu sehen ist. Es handelt sich dabei um eine recht ausgewogene Crew, ganz anders als die klischeebeladenen Charaktere, die man oft in anderen Science Fiction-Produktionen antrifft. Mit dem satanistisch aussehenden Spock befindet sich beispielsweise einer der angesprochenen intelligenten Außerirdischen gleich als führender Offizier an Bord. Gleichzeitig ist die Crew ihrer Zeit weit voraus, in dem sie uns einen weiblichen ersten Offizier präsentiert, welcher nicht nur zum Kaffee kochen da ist, was eher dem Frauenbild der 60er Jahre entsprochen hätte.

Doch kommen wir zu den Charakteren im Einzelnen:

Jeffrey Hunter steht als Captain Pike im Zentrum der Episode. Sehr zu begrüßen ist Roddenberrys Versuch, ihm gleich in der ersten Folge einen Hintergrund zu geben. Man erfährt sofort einiges über den Charakter und seinen Werdegang. Zugegebenermaßen erscheint es ziemlich klischeehaft, Pike als den von der ewigen Verantwortung müden Kommandanten hinzustellen, der sich Vorwürfe wegen des Todes einiger Crewmitglieder macht, man muß Roddenberry jedoch den Ansatz, Pike am Ende dieser Episode nicht als unbeschriebenes Blatt dastehen zu lassen, hoch anrechnen. Es ist nie verkehrt, den Charakteren, über die man schreibt, einen gewissen Tiefgang zu geben, und das ist bei Pike allemal gelungen.

Majel Barrett, die spätere Ehefrau von Star Trek-Schöpfer Roddenberry, ist hier in der Rolle des ersten Offiziers Nummer Eins zu sehen. Es wirkt etwas befremdlich, daß man von ihr keinen Namen erfährt, sie ist für alle nur Nr. 1 (man weiß noch nicht mal, ob sie überhaupt einen Namen hat). Wenn in der ganzen Episode auch nie hundertprozentig geklärt, scheint es so, daß Nr. 1 keine Emotionen verspürt, so wie Spock in der späteren Serie. Dazu paßt auch Vinas Bemerkung, man könne Pike an ihrer Stelle gleich mit einem Computer kreuzen. Nr. 1 wirkt im ganzen Film jedenfalls recht kühl und emotionslos. Alles in allem hat Barrett als Nr. 1 relativ wenig zu tun und es bleibt bei einer recht blassen Darstellung des ersten Offiziers. Die Bezeichnung Nr. 1 wird in der The Next Generation wieder aufgegriffen. Dort nennt Picard seinen ersten Offizier Riker auch des öfteren so.

Leonard Nimoy ist es von den anderen Hauptpersonen noch am ehesten gelungen, als Spock Akzente zu setzen. Er ist hier noch der zweite Offizier des Schiffes und vor allem in der Tätigkeit des Wissenschaftsoffiziers zu sehen. Seine spitzen Ohren (gegen die sich Nimoy lange wehrte) und seine steilen Augenbrauen unterscheiden ihn deutlich von den Menschen, trotzdem zeigt er hier Gefühle, nicht wie später in der Originalserie. Er darf sogar in einer Szene ein breites Grinsen aufsetzen, was deutlich zeigt, daß Spocks Emotionslosigkeit noch eher bei Nr. 1 liegt und erst nach dem Streichen von Barretts Rolle auf ihn übertragen wurde.

Dr. Boyce ist der eher väterliche Typ von Arzt. Ihn verbindet offenbar eine Art von Freundschaft zum Captain, so wie später auch bei Kirk und McCoy.

Die anderen Crewmitglieder, Navigator Joe Tyler und Yeoman Colt haben wenig zu tun und das Potential dieser Figuren tritt somit nicht so richtig zutage.

Obwohl erst 1988 zum ersten Mal im Fernsehen ausgestrahlt (also schon zu Zeiten von The Next Generation), stellt "Der Käfig" die eigentliche Geburtsstunde von Star Trek dar. Star Trek-Schöpfer Gene Roddenberry mußte allerdings bis zur Verwirklichung des ersten Pilotfilms einen hindernisreichen steinigen Weg zurücklegen. 1921 geboren, begeisterte sich Roddenberry schon als Jugendlicher für Science Fiction, wobei er die anspruchsvollere Science Fiction-Literatur der meistens recht simplen TV- und Kino-Science Fiction vorzog. Roddenberry arbeitete Ende der 40er und Anfang der 50er Jahre als Polizist in Los Angeles. Er wurde später technischer Berater für eine Krimi-Serie. Schon bald schrieb er eigene Drehbücher und hängte seinen Polizistenjob an den Nagel, da er als Autor größeren finanziellen Erfolg hatte. Er arbeitete für verschiedene Serien als Autor, hatte jedoch Probleme damit, daß die Produzenten seine Drehbuchbeiträge überarbeiteten, wie es ihnen paßte und er nichts dagegen tun konnte. So entschloß sich Roddenberry schon bald dazu selbst Produzent zu werden, um dann selbst derjenige zu sein, der die Beiträge anderer Autoren überarbeitete.

Er entwickelte für MGM die Serie ›The Lieutenant‹, welche auch in Produktion ging, allerdings mangels Zuschauerinteresse bald wieder eingestellt wurde. Während der Produktion von ›The Lieutenant‹ lernte er sowohl die Darsteller Leonard Nimoy und Nichelle Nichols, als auch den Regisseur Robert Butler kennen. Nach dem Ende der Serie sollte Roddenberry ein neues Konzept vorlegen. Er entwickelte das Star Trek-Konzept. Da er wußte, daß die Verantwortlichen der TV-Studios keine Freunde der Science Fiction waren, vor allem, da er nicht die simple Monster-Science Fiction der letzten Jahrzehnte, sondern anspruchsvolle TV-Unterhaltung für den erwachsenen Zuschauer produzieren wollte, verkaufte Roddenberry sein Konzept also als Westernserie im Weltraum, um so die Verantwortlichen mit dem Wort Western zu beruhigen.

Roddenberry war außerdem der Meinung, daß ihm die Science Fiction die Möglichkeit gibt, brisante gesellschaftliche Themen anzusprechen, welche bei anderen Serien aufgrund der Zensur der Studios nicht möglich waren. In einer Science Fiction-Serie konnte man hingegen einfach die sozialen Probleme der Menschheit auf andere Welten und Völker übertragen und so soziale Mißtände auf der Erde anprangern, ohne daß die TV-Studios darin eine Verletzung der Fernseh-Tabus sahen, oder ihnen diese Verletzung überhaupt auffiel.

MGM lehnte Roddenberrys Konzept jedoch ab, die Desilu-Studios hingegen suchten zu dieser Zeit nach neuen Serien-Konzepten und engagierten Roddenberry zur Entwicklung solcher Konzepte. NBC interessierte sich für das Star Trek-Konzept, wohl vor allem auch deswegen, da der Sender einer Firma gehörte, welche Fernseher herstellte und welche mit neuen, farbigen Serien den Verkauf von Farbfernsehern ankurbeln wollte. NBC ließ Roddenberry drei Geschichten entwickeln für einen eventuellen Pilotfilm. Da NBC skeptisch war, ob das kleine Desilu-Studio ein solch großes Serienkonzept überhaupt umsetzen konnte, wählte man die relativ schwer zu produzierende Folge "Der Käfig" aus, um Desilu zu testen.

Robert Butler wurde für die Regie engagiert. Die Hauptrollen wurden mit Jeffrey Hunter, Majel Barrett (die zu dieser Zeit bereits Roddenberrys Geliebte war) und Leonard Nimoy besetzt. Die Dreharbeiten fanden in einer der Desilu-Hallen statt, welche sich aufgrund fehlender Schallisolierungen schlecht für die Serienproduktion eignete. Die Dreharbeiten dauerten ungewöhnlich lange 16 Tage und der Film kostete mit 615 000 Dollar deutlich mehr, als ursprünglich vorgesehen und auch deutlich mehr, als NBC bereit war, beizusteueren (285 000 Dollar). Das Budget hielt sich jedoch noch in Grenzen, da man einen großen Teil der Kulissen für die spätere Serie hätte verwenden können. Doch es sollte noch einmal anders kommen. NBC war zwar mit der Umsetzung der Desilu-Studios zufrieden, lehnte den Pilotfilm aber ab, da er als zu anspruchsvoll für das amerikanische TV-Publikum angesehen wurde.

Man erkannte dennoch das Potential hinter Star Trek und so bekamen Roddenberry und seine Crew eine neue Chance. NBC bat Roddenberry darum, den weiblichen ersten Offizier und den Außerirdischen Spock aus der Serie zu entfernen. Es gelang Roddenberry jedoch, Spock gegen den Willen des Senders in der Serie zu behalten. (Er sagte darüber später einmal: ›Ich behielt den Außerirdischen und heiratete die Frau‹.) Die Emotionslosigkeit von Nr. 1 wurde kurzerhand auf ihn übertragen. NBC bat Roddenberry darum, Spock im Hintergrund zu halten. Da Jeffrey Hunter keine Science Fiction mehr produzieren wollte, brauchte man einen neuen Hauptdarsteller. Willim Shatner wurde für die Rolle Kirks engagiert. Auch die anderen Darsteller wurden ersetzt. 1965 wurde der zweite Pilotfilm "Die Spitze des Eisbergs" gedreht, mit dem NBC recht zufrieden war. Star Trek hatte den mühsamen Weg auf den Fernsehschirm geschafft.

"Der Käfig" hatte nach seiner Fertigstellung mit 78 Minuten ein ungewöhnliches Längenformat. Der Film wurde 1965 auf der SF-Weltcon in Cleveland/Ohio zum ersten Mal gezeigt. Jahre später erschien der Film auf Video. Den Weg auf den TV Schirm fand der Film jedoch erst im Jahre 1988 in einer 64-minütigen Fassung. Der Film wurde dort in einem TV-Special zu Star Trek gezeigt, welches als Füllmaterial für die, aufgrund eines Autorenstreiks kürzere 2. The Next Generation-Staffel lief.

Für die The Original Series-Doppelfolge "Talos IV - Tabu, Teil I" und "Talos IV - Tabu, Teil II" wurden fast alle Szenen dieses Pilotfilms in eine Rahmenhandlung eingebaut und dort gezeigt. Einige wenige für die Handlung eher unwichtige Szenen fielen dabei raus, um noch die Rahmenhandlung unterzubringen.

Nach der Produktion dieser Doppelfolge galt der Pilotfilm "Der Käfig" lange Zeit als verschollen. Man war der Meinung, daß keine komplette Farbkopie mehr existieren würde. Es tauchten in den folgenden Jahrzehnten Schwarz/Weiß Kopien des Films auf, welche mit den Farbszenen aus "Talos IV - Tabu, Teil I" und "Talos IV - Tabu, Teil II" für eine Videoveröffentlichung ergänzt wurden. Erst kurz vor der ersten TV-Ausstrahlung des Pilotfilms fand man eine komplette Farbkopie.

In Deutschland durfte man "Der Käfig" 1993 zum ersten Mal im Fernsehen sehen. Leider wurden dabei völlig andere Synchronsprecher, wie in "Talos IV - Tabu, Teil I" und "Talos IV - Tabu, Teil II" verwendet. Auch Spock bekam eine ganz andere Stimme als in der Serie.

Der Film wird bis heute sehr selten im TV gezeigt, was wohl daran liegt, daß er für das heutige an vollen Stunden ausgerichtete Programmschema der TV Sender deutlich zu lang ist.

Die Effekte sind für damalige Verhältnisse bereits gelungen und zahlreich. Es gibt einige größere Lasereffekte zu sehen (die sogenannten Phaser wurden erst in der regulären Serie eingeführt), auch darf man gleich eine ganze Fülle an neuen und unbekannten Spezies bewundern. Die Kulisse des Planeten ist zwar leider nur eine Studio-Papp-Kulisse, doch selbst diese ist aufwendiger gestaltet, als in so mancher Folge der Originalserie. Die Talosianer sind dafür sehr interessante Aliens. Mit ihrem übergroßen Kopf haben sie ein sehr ungewöhnliches Design und gehören auch heute, 40 Jahre nach der Produktion dieser Folge noch zu den ungewöhnlicheren Aliens in Star Trek. Bei Pikes und Vinas Picknick Szene darf man im Hintergrund ganz schwach die Silhouette einer modernen Stadt sehen.

Das Team, welches den Film produzierte, hatte übrigens sehr große Probleme mit dem grünen Makeup von Vina, in der Szene, in der sie sich in ein grünes Sklavenmädchen verwandelt. Man benutzte dafür einfach grüne Farbe, welche auf die Haut aufgetragen wurde. Man machte einige Probeaufnahmen. Beim fertig entwickelten Film war allerdings kein Unterschied bei der Hautfarbe festzustellen und man nahm beim nächsten Versuch deutlich mehr grüne Farbe, doch auch dies ohne Erfolg. Das Ganze wiederholte sich noch ein paar Mal, bis man feststellte, daß das Fotolabor bei der Entwicklung die Aufnahmen für fehlbelichtet hielten und man dort alles mögliche unternahm, um wieder die normale Körperfarbe herzustellen.

Die Handlung stellt einen ambitionierten Star Trek Beitrag dar, welche schon viele Elemente enthält, die später zu Star Trek Markenzeichen wurden.

"Der Käfig" ist von fundamentaler Bedeutung für das Star Trek-Universum, wie es sich später entwickelt hat.

Fast alle Szenen dieses zunächst nicht gesendeten Pilotfilms wurden in der späteren Originalserie verwendet und in der Doppelfolge "Talos IV - Tabu, Teil I" und "Talos IV - Tabu, Teil II" in eine Rahmenhandlung eingebettet und dort als Aufzeichnung gezeigt. Dort wird auch das weitere Schicksal von Captain Christopher Pike geklärt, der in jener Doppelfolge von Sean Kenney gespielt wird.

Majel Barrett ist in diesem Pilotfilm in der Rolle des namenlosen ersten Offiziers Nr. 1 zu sehen. Die spätere Roddenberry-Ehefrau und heutige -Witwe spielte in der Originalserie in 25 Episoden die Rolle der Krankenschwester Christine Chapel. Diese Rolle spielt sie auch in den Kinofilmen "Star Trek I: Der Film" und "Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart".

In der The Original Series-Folge "Metamorphose" leiht sie dem Companion ihre Stimme.

In The Next Generation und Deep Space Nine hatte Majel Barrett insgesamt 9 Auftritte als Deanna Trois Mutter Lwaxana.

Majel Barrett leiht außerdem den Föderationscomputern in allen Star Trek-Serien seit The Next Generation die Stimme und war am Deep Space Nine-Drehbuch "Die Muse" beteiligt.

Leonard Nimoy ist der einzige Hauptdarsteller dieser Episode, der den Weg in die spätere Fernsehserie Star Trek geschafft hat.

Malachi Throne, welcher den talosianischen Wächter nachsynchronisiert hat, spielt in den Folgen "Talos IV - Tabu, Teil I" und "Talos IV - Tabu, Teil II" die Rolle von Commodore José Mendez. Er ist außerdem als Senator Pardek in der The Next Generation-Doppelfolge "Wiedervereinigung?, Teil I" und "Wiedervereinigung?, Teil II" zu sehen.

Jon Lormer, hier als Dr. Theodore Haskins dabei, spielt in "Landru und die Ewigkeit" die Rolle von Tamar und einen alten Mann in "Der verirrte Planet".

Ed Madden spielt in "Kirk : 2 = ?" den Geologen Fisher, während er hier einen namenlosen Geologen verkörpert.

Gene Roddenberry ist es nicht nur zu verdanken, daß Star Trek den Weg auf den TV-Schirm gefunden hat, er schrieb auch zahlreiche Drehbücher für die Serie. Er war an den Episoden

beteiligt. Roddenberry war außerdem an der Entstehung des ersten Kinofilms "Star Trek I: Der Film" beteiligt. Bei den Filmen II - V war Roddenberry nur in beratender Funktion tätig. Dafür schuf er für das Fernsehen die Nachfolgeserie Star Trek - The Next Generation, bei der er an den Drehbüchern zu den Folgen

mitarbeitete. Obwohl Roddenberry schon sehr bald von Rick Berman als ausführender Produzent mit Entscheidungsgewalt abgelöst wurde, behielt Roddenberry seinen Titel als ›Executive Producer‹ bis zu seinem Tod am Ende der fünften Staffel von The Next Generation. Die Entstehung der Star Trek-Serien Deep Space Nine■, Voyager und Enterprise erlebte der ■Star-Trek Schöpfer nicht mehr.

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Kernige Dialoge

›Die Frauen!‹

Als Spock den Rest der Landegruppe darüber informiert, daß nur die weiblichen Besatzungsmitglieder auf den Planeten gebeamt wurden.

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Fehler und Ungereimtheiten
buttonHandlung:
arrowrightIn einer Szene dreht Pike sich um und rempelt seine Sekretärin an. Er mustert die Meldungen, die sie ihm bringt und meint, er sei es nicht gewöhnt, eine Frau auf der Brücke zu haben. Nummer Eins reagiert auf diesen Satz, und Pike erklärt, sie sei ›anders‹. Ein paar Minuten zuvor stand jedoch eine Frau neben ihm, die auf der Brücke an einer Schaltstation arbeitet. Ist sie auch anders oder ein Transvestit?
arrowrightNachdem mit Warp 7 Kurs auf Talos IV gesetzt wird, ertränkt die Regie die Handlung auf der Brücke in Musik. Dies erweckt den Eindruck, als zische die Enterprise wie eine Rakete durch den Weltraum. Da die Musik jede Möglichkeit zu einem Gespräch übertönt, gibt der Navigator Pike Handzeichen, um ihm zu sagen, daß Warp-Faktor 7 erreicht ist. (Handzeichen? Auf der Brücke der Enterprise? Jemand sollte die Musik leiser stellen.)
arrowrightWarum hinkt Spock, als er auf den Planeten gebeamt ist? Und warum lächelt er, schreit und zeigt Gefühle?
arrowrightDie Landegruppe berichtet den ›Überlebenden‹ der Bruchlandung, daß sie nicht glauben würden, wie schnell man zur Erde zurückkehren könne - nun, da die ›Zeitbarriere‹ durchbrochen sei. Offenbar wollte Roddenberry damit sagen, man könne mit Überlichtgeschwindigkeit fliegen. Dann sind die Überlebenden wohl mit weit geringerer Geschwindigkeit nach Talos IV gelangt? Pike erzählt den Talosianern, er stamme aus einem Sternhaufen am ›anderen Ende‹ der Galaxis. Die Galaxis durchmißt 100000 Lichtjahre. Je nach genauer Position von Talos IV würde ein mit Unterlicht fliegendes Schiff locker 30000 Jahre brauchen, um den Planeten von der Erde aus zu erreichen. Es sieht nicht so aus, als wären die Überlebenden so alt.
arrowrightVina behauptet, sie sei deformiert, weil die Talosianer kein Handbuch hatten, als man sie zusammenflickte. Warum sind sie nicht auf iher eigene Form verfallen? Sie wirken doch durchaus humanoid. Andererseits, warum haben sie nicht einfach ihre Gedanken gelesen, um zu erfahren, wie Vina ihrer Meinung nach aussehen müßte?
buttonGeräte und Ausrüstung:
arrowrightIn dieser Episode braucht Spock nur die Hand zu schwenken, um Bilder auf den Bildschirm zu holen. Die Bildschirme auf Kirks Enterprise haben diese Fähigkeit verloren.
arrowrightBei dem Versuch, Pike von den Talosianern zu retten, bringt die Mannschaft eine Laserkanone in Stellung. Als sie feuert, gibt Nummer Eins dem Schiff Anweisungen. Als sie mehr Energie verlangt, spricht sie in einen Kommunikator, aber als sie abgeschaltet werden soll, läßt sie das Gerät sinken und schreit zu Himmel hinauf.
buttonProbleme mit Kontinuität und Produktion:
arrowrightAls die erste Landegruppe auf den Planeten beamt, ändert der Typ ganz rechts die Stellung seines Kopfes und seiner Hände.
arrowrightEiner der Transportertechniker hat eine dunkle Hornbrille auf. Aber vielleicht ist er auch nur allergisch auf Retinax. Seltsamerweise ist die Brille in der nächsten Einstellung plötzlich verschwunden. Vielleicht ist auch das der Grund, weshalb der Typ aus der vorhergehenden Anmerkung die Stellung geändert hat. Er wurde einfach wieder falsch zusammengesetzt, weil der Transportertechniker ohne Brille nichts sieht.
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