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Markus Dippold

letzte Aktualisierung:
29. Mai 2013

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Star Trek - alles, was sich bewegt
Titel: Angriff der Borg, Teil I (Descent, Part I)
Staffel & Folge: 6x26
Kategorie:The Next Generation - Die Serie
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Story
Sternzeit: 46982.1 - 46984.6

Die Enterprise empfängt einen Notruf von einem Außenposten. In der Umlaufbahn des Planeten findet sie ein großes, seltsam geformtes Raumschiff. Eine Landegruppe entdeckt nur Leichen - und einige Borg. Es kommt zum Kampf, und Data erwürgt einen Borg, wobei er Zorn spürt und Genugtuung empfindet, als er seinen Gegner tötet. Das Borgschiff verläßt den Orbit, und die Enterprise verfolgt es. Doch plötzlich verschwindet der Raumer. Während LaForge eine Spur zu finden versucht, bemüht sich Data ohne Erfolg, die emotionale Erfahrung zu wiederholen.

Kurze Zeit später greifen die Borg eine andere Kolonie an, und auch diesmal beginnt die Enterprise mit der Verfolgung. Als der Borg-Raumer verschwindet, wird Picards Schiff in einen Energiestrudel gerissen. Auf der anderen Seite dieses Strudels greift der Gegner an, und zwei Borg erscheinen im Kontrollraum. Worf tötet einen und verletzt den anderen, doch der Raumer kann entkommen.

In der Arrestzelle aktiviert der Borg ein Gerät in seinem Arm und beginnt ein Gespräch mit Data, in dem es um die emotionalen Erfahrungen des Androiden geht. Data ist außerstande, dem Verlangen nach Gefühlen zu widerstehen, als der Verletzte verspricht: Das Oberhaupt der Borg kann Data genau das geben, wonach er sich so sehr sehnt. Er hilft dem Gegner, mit einem Shuttle zu entkommen. Die Enterprise folgt der Raumfähre, findet das Shuttle jedoch leer auf einem fernen Planeten. Als Picard, LaForge und Troi ein großes Gebäude entdecken, erscheinen plötzlich Borg - und Lore, der sich als ihr Anführer entpuppt. Data präsentiert sich ebenfalls und verkündet: ›Die Söhne von Soong haben sich verbündet. Gemeinsam werden sie die Föderation vernichten.‹

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Bildergalerie
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Data pokert gerade mit Newton, Einstein und
Hawkins, als Roter Alarm gegeben wird.
Ein Außenposten wird von einem riesigen
Schiff unbekannter Bauart angegriffen.

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Als das Außenteam zur Station beamt, finden sie dort Borg
vor, die ein für Borg atypisches Verhalten an den Tag legen.
Im persönlichen Kampf gegen einen Borg erlebt
Data eine Emotion. Er wird wütend - sehr wütend.

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Die Offiziere rätseln über das Verhalten der Borg.
Sie haben sogar Namen und benutzen die Ich-Form.
Nechayev trifft ein und hält Picard Versagen vor, weil er damals
Hugh nicht mit dem Virus zu den Borg zurückgeschickt hat.

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Auf Grund des Auftauchens der Borg sind andere Außen-
posten sehr nervös. Es gibt jede Menge falsche Alarme.
Data versucht, durch Nachstellen der Situation,
noch einmal das Gefühl der Wut zu erleben.

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Doch dann wird die Enterprise angegriffen und vom
fliehenden Borgschiff in einen Transwarp-Kanal gezogen.
Nach dem Austritt wird die Enterprise geentert, doch es ist
nur eine Ablenkung, damit das andere Schiff verschwinden kann.

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Einer der Borg überlebt die Verteidigung der Crew.
Es ist Crosis und er beeinflußt Data mit einem Gerät.
Data und der Borg fliehen mit einem Shuttle in einen Transwarp-
Kanal. Die anderen können ihnen nur tatenlos hinterhersehen.

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Doch sie machen sich an die Verfolgung.
Geordi gelingt es, den Transwarp-Kanal zu öffnen.
Das Außenteam entdeckt das verlassene Shuttle auf einem
Planeten. Da die Atmosphäre die Sensorerfassung stört, ...

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... setzt Picard alle verfügbaren Leute als Suchtrupps ein.
Er übergibt das Kommando der Enterprise an Crusher.
Auf dem Planeten entdeckt Deanna eine künstliche
Struktur, die sich ebenfalls nicht scannen läßt.

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Sie dringen ein und werden sofort
von einer Menge Borg umgeben.
Und dann erscheint die Eins - Lore.
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Credits
Regie:Alexander Singer
Drehbuch:Ronald D. Moore
Story:Jeri Taylor
PCode:252
Erstausstrahlung:USA: 21.06.1993; Deutschland: 22.06.1994
Hauptrollen:Jean-Luc Picard (Partrick Stewart)
William T. Riker (Jonathan Frakes)
Data (Brent Spiner)
Dr. Beverly Crusher (Gates McFadden)
Deanna Troi (Marina Sirtis)
Geordi LaForge (LeVar Burton)
Worf (Michael Dorn)
Miles Edward O'Brien (Colm Meaney)
Guinan (Whoopi Goldberg)
Sir Isaac Newton, Holodeckfigur (John Neville)
Professor Albert Einstein, Holodeckfigur (Jim Norton)
Professor Stephen Hawking, Holodeckfigur (Stephen Hawking)
Vize-Admiral Alynna Nechayev (Natalija Nogulich)
Crosis, Borg (Brian Cousins)
Bosus, von Riker getöteter Borg (Richard Gilbert-Hill)
Tayar, Borg (Stephen James Carver)

Anmerkungen

Mit einem spektakulären Cliffhanger endet hier die sechste Staffel von The Next Generation. Die Handlung ist vielseitig und gut durchdacht, auch die Charaktere sind interessant. Neben einem Wiedersehen mit den Borg, die hier noch wesentlich interessanter werden, als sie es ohnehin schon waren, wird vor allem die Handlung um Data und sein immer währendes Streben nach der Menschlichkeit in großen Schritten vorangetrieben.

Dabei ist spätestens bei dieser Episode eine profunde Kenntnis der vorigen Staffeln unerläßlich, denn die Bezüge reichen bis zurück in die erste Staffel ("Das Duplikat"), wo Lore als Datas böser Bruder eingeführt wurde, und in die zweite Staffel ("Zeitsprung mit Q"), wo Q die erste Begegnung mit den Borg herbeiführte, die seitdem ein Schlüsselelement im Star Trek-Universum bilden. Am wichtigsten für das Verständnis sind aber die Episoden "Die ungleichen Brüder" aus der vierten Staffel, in der Data vom Emotionschip erfuhr, den Dr. Soong eigentlich für ihn gefertigt hatte, den sich aber Lore einverleibte, und "Ich bin Hugh" aus der fünften Staffel, wo die Besatzung der Enterprise den jungen Borg Hugh zu einem Individuum heranzog und ihn anschließend ins Kollektiv zurückschickte.

Auf der Basis dieser Zusammenhänge sind die hier zu sehenden Borg zu Individuen geworden, deren Ziel nicht mehr die Assimilierung, sondern die Vernichtung minderwertiger Kulturen ist. Picard wird daher mit den Folgen seines moralischen Handelns in "Ich bin Hugh" konfrontiert. Admiral Nechayev macht es Picard zum Vorwurf, daß er nicht die Chance genutzt hat, den Todfeind der Föderation auszulöschen, und so fragt sich der Captain im Gespräch mit Riker auch selbst, ob seine Entscheidung damals richtig war.

Die Komplexität dieser Situation macht die Handlung erst richtig interessant, denn es gibt für einen solchen Fall keine Musterlösung. Aber trotz allen Hasses, den Picard gegen die Borg hegt, hat er sich gegen die Vernichtung ihrer Spezies entschlossen, und diese Entscheidung mag falsch gewesen sein oder auch nicht, doch ist sie nachvollziehbar. Und schließlich sind Gnade bzw. Vergebung Dinge, die integraler Bestandteil von Star Trek sind. Jedoch ist es interessant zu beobachten, wie sich die Konfliktsituationen im Laufe von The Next Generation verändert haben: zwar gab es auch in den ersten Staffeln Probleme, die nicht zur Zufriedenheit aller Beteiligten gelöst werden konnten, doch mit der Möglichkeit, alle Borg zu vernichten, wird ein spannender innerer Zwist Picards herbeigeführt, welcher auf der einen Seite das Wohl der Föderation im Auge behalten muß, auf der anderen Seite aber auch die Prinzipien, die die Föderation erst zu dem gemacht haben, was sie ist, zu beachten hat. Daß Picards damalige Entscheidung zu Gunsten der Prinzipien Folgen hat, ist eine weitere positive Entwicklung der Serie, wo lose Enden allzu oft nie wieder aufgegriffen wurden.

Doch zurück zur Episode: Picard und vor allem Data stehen klar im Mittelpunkt, was der Episode aber keineswegs schadet. Datas erste echte Gefühle lösen bei ihm natürlich Verwirrung aus, führen aber auch zu einigen amüsanten Szenen, da er versucht, diese Gefühle auf nüchterne Weise zu analysieren, was ihm nicht gelingen kann. Doch wird auch die Ernsthaftigkeit verdeutlicht: als er mit Deanna spricht, meint Data, daß er möglicherweise einmal ein böser Mensch werden wird, sollte er das Ziel der Menschwerdung je erreichen, denn die negativen Emotionen, also Haß und Wut, sind die ersten, die er je erlebt hat. Deanna versucht, ihn zu beschwichtigen und die Bewertung von Emotionen auf vielschichtigere Weise vorzunehmen, doch als Data erläutert, daß er Freude am Töten des Borgs empfand, verstummen auch Deannas beruhigende Worte.

Data-Darsteller Brent Spiner leistet einmal mehr hervorragendes: zum einen sind seine Wutgefühle überzeugend dargestellt, zum anderen verzieht er keine Miene, als er auf dem Holodeck dieselbe Situation nachstellt und den Borg mehrfach mit monotoner Stimme zum Aufhören bewegen will. Gleich darauf setzt er wieder seinen gewohnt freundlichen Gesichtsausdruck auf und unterhält sich mit Geordi, als wäre nichts gewesen. Auch als Datas Gefühle, durch den Borg beeinflußt, umschlagen und er mit einem diabolischen, Furcht einflößenden Grinsen erklärt, daß er bereit wäre, Geordi zu töten, liefert Spiner eine exzellente Darstellung ab, und als er schließlich den herrlich bösen Lore verkörpert, sieht man ihm den Genuß an dieser Rolle, die das genaue Gegenteil Datas darstellt, förmlich an.

Etwas merkwürdig, obwohl nicht ganz aus dem sich auftuenden Zusammenhang um Datas Menschwerdung gerissen, wirkt die Pokerparty mit den drei großen Wissenschaftlern. Einstein und Newton sind interessant dargestellt, aber letztlich austauschbar. Umso faszinierender ist es, daß Professor Stephen Hawking höchstpersönlich zu den Gästen dieser Episode zählt und sich selbst verkörpert. Sicherlich mit einer gewissen Selbstironie gewinnt der bekennende Star Trek-Fan breit grinsend das Spiel.

Des weiteren gibt es eine sehr interessante Frage Picards: als Crosis von ›der Eins‹ erzählt, fragt Picard, ob dieser Eine vielleicht den Namen ›Q‹ trägt. Zwar erhält er keine Antwort, und es zeigt sich auch schließlich, daß Crosis wohl Lore meinte, doch ist es der Episode hoch anzurechnen, daß Picard auch dann mit einer List Qs rechnet, wenn John deLancie nicht als Gaststar der Episode aufgeführt wird. Denn tatsächlich ist der Gedanke, daß Q hinter dieser offensichtlichen 180-Wendung im Verhalten der Borg steckt, gar nicht so abwegig, bedenkt man, was Q bereits für Katastrophen herbeigeführt hat, bloß um seine Spielchen zu spielen oder andere Ziele zu verfolgen - es ist jedoch auch nicht auszuschließen, daß dies auf einem Übersetzungsfehler beruht und Picard stattdessen nach ›Hugh‹ fragte, die phonetische Ähnlichkeit begünstigt eine potentielle Verwechslung.

Brian Cousins, der hier den Borg Crosis darstellt, war bereits in der Episode "So nah und doch so fern" in der fünften Staffel zu sehen.

Zusammengefaßt läßt sich sagen, daß "Angriff der Borg, Teil I" schon allein wegen der Verkettung diverser loser Enden zu den wichtigen und hochwertigen Episoden der Serie zählt. Darüberhinaus sind aber auch Darsteller, Inszenierung und Story hervorragend umgesetzt, und der Zuschauer wird immer wieder mit kleinen Details erfreut, so z.B. ein verärgerter Picard, als zum dritten mal ein Außenposten falschen Alarm gibt.

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Fehler und Ungereimtheiten
buttonHandlung:
arrowrightSchon wieder die Borg? Und erneut zum Ende der Staffel? (Siehe "In den Händen der Borg".) Wird's nicht langsam Zeit, einen neuen Gegner zu erfinden? Wie wär's, wenn Lore ein Heer aus Androiden mit außer Rand und Band geratenen Emotionen konstruiert? (Zugegeben: Dann müßten einige Aspekte des aktuellen Plots geändert werden, aber ich habe den Eindruck, daß es hier in erster Linie darum geht, die Investitionen in teure Borg-Kostüme zu rechtfertigen.) Nehmen wir mal an, Lore baut einen Androiden pro Monat, woraufhin der neue Androide ebenfalls einen pro Monat baut. Seit dem letzten Erscheinen Lores sind zwei Jahre vergangen - Zeit genug, um eine riesige Armee aus 16 277 216 Androiden entstehen zu lassen. Damit dürfte die Föderation einen Gegner bekommen, den es ernst zu nehmen gilt, oder?
arrowrightIn "Ich bin Hugh" beauftragt der Captain LaForge, Hughs Zelle mit einem Subraum-Schirmfeld zu umgeben - damit soll gewährleistet werden, daß er dem Kollektiv keine Nachricht schickt. In "Angriff der Borg, Teil I" versäumt es Picard, eine solche Anweisung zu geben. Statt dessen fordert er Data auf festzustellen, ob der Borg Signale sendet. Der Androide verwendet nicht etwa die Sensoren der Enterprise, sondern seinen Tricorder. Die Erklärung dafür ist ganz einfach: Hier muß die Logik zurückweichen, weil die Handlung dieser Episode Datas Präsenz bei dem Borg erfordert. Nur dadurch kommt es zu dem Gespräch, das den Androiden später zu einem Verräter werden läßt.
arrowrightWährend des Gesprächs in der Arrestzelle behauptet Data, daß er bereit wäre, seinen besten Freund - Lieutenant Commander Geordi LaForge - zu töten, um noch einmal Gefühle zu erfahren. Die ganze Zeit über sitzt ein Sicherheitswächter in der Nähe und hört alles, ohne irgendeine Reaktion zu offenbaren. Was ist mit dem Burschen los? Wieso bleibt er völlig gleichgültig, obgleich ein hochrangiger Starfleet-Offizier mit dem Borg redet? Und warum kommt er nicht auf den Gedanken, Bericht zu erstatten? Es dürfte Picard interessieren, daß Data LaForge umbringen würde, um wieder in den Genuß von Emotionen zu gelangen.
arrowrightEin sehr seltsamer Aspekt der klassischen Star Trek-Serie machte sich immer dann bemerkbar, wenn die Enterprise einen Planeten anflog. Es ist in diesem Zusammenhang wieder die Rede vom ›Kirk- weiß- daß- dies- der- gefährlichste- Planet- im- ganzen- Universum- ist- aber- trotzdem- beamt- er- sich- mit- seinen- wichtigsten- Offizieren- hinunter- Syndrom‹. Erstaunlicherweise gibt es dieses Syndrom auch in "Angriff der Borg, Teil I". Nachdem das leere Shuttle auf dem Planeten gefunden wurde, gibt Picard die Anweisung, daß alle verfügbaren Besatzungsmitglieder auf der betreffenden Welt nach Data suchen. Er selbst nimmt ebenfalls an der Suche teil. An Bord der Enterprise bleiben nur wenige Angehörige der Crew zurück, und das Kommando hat Dr. Crusher! Angeblich ergreift der Captain diese recht drastische Maßnahme, weil eine Sensorerfassung aufgrund starker elektromagnetischer Strahlung nicht möglich ist. Andererseits hat Picard bereits angekündigt, Shuttles für Erkundungsflüge zu verwenden. Wäre es nicht sinnvoller, erst die Raumfähren einzusetzen und Landegruppen dann zu transferieren, wenn in bestimmten Regionen auf dem Planeten Anhaltspunkte gefunden werden? Nun, wenn der Captain auf diese Weise handeln würde, könnte er nicht mit Deanna Troi und LaForge in die Gefangenschaft der Borg geraten.
arrowrightDa wir gerade bei den Shuttles sind: Allem Anschein nach hat keins von ihnen das große Gebäude auf der Hügelkuppe efunden. Troi entdeckt es, und zwar zu Fuß. Alle betreten es, weil wegen eines Schirmfelds mit den Tricordern keine Daten gewonnen werden können. Hat Deanna plötzlich ihre empathischen Fähigkeiten verloren? In "Augen in der Dunkelheit" behauptet Data, es gäbe keine technischen Mittel, um telepathische Signale zu blockieren. Empathie ist eine eingeschränkte Form der Telepathie, woraus folgt: Deanna müßte eigentlich in der Lage sein, die intensiven Gefühle von Lore, Data und den Borg im Innern des Gebäudes wahrzunehmen.
arrowrightEs stellt sich die Frage, ob Starfleet jemals etwas mit der in dieser Episode entdeckten Transwarp-Technik anfängt. LaForge meinte, damit seien Raumschiffe möglich, die zwanzigmal so schnell sind wie die Enterprise.
arrowrightPicard, LaForge und Troi suchen auf einem Planeten nach Data. Drei Führungsoffiziere gehören zur gleichen Landegruppe und nehmen an einem gefährlichen Einsatz teil. Erscheint Ihnen da irgend etwas vertraut?
arrowrightAm Ende der Episode betreten Picard, LaForge, Troi und ein Sicherheitswächter, dem es bald an den Kragen geht, ein Gebäude. Auf dem Boden zeigt sich ein Borg-Symbol, ebenso an der Wand. Weiß Picard nicht, was es bedeutet? Das gleiche Symbol schmückt doch auch die Spielzeug-Borg.
arrowrightWas ist mit den Einsatzuniformen passiert, die Picard, Crusher und Worf in "Geheime Mission auf Celtris III, Teil I" trugen? Warum laufen diese Offiziere mit bunter Kleidung auf einem fremden Planeten herum, um einen Freund unter überaus gefährlichen Feinden zu suchen?
buttonLogik und Voraussetzungen:
arrowrightAls Picard den Gefangenen nach seinen Absichten fragt, erwidert der Borg, es ginge ihm darum, minderwertiges biologisches Leben auszulöschen. Picard meint daraufhin, daß die Borg anderes Leben nicht zerstören, sondern in ihr Kollektiv aufnehmen wollen. Offenbar hat er vergessen, daß sie in "Zeitsprung mit Q" nur an Technik interessiert waren - alles andere zerstörten sie. Das mit der Assimilation kam erst später, als die Produzenten wollten, daß Picard von den Borg entführt und in Locutus verwandelt wird (siehe "In den Händen der Borg" und "Angriffsziel Erde").
arrowrightNachdem die Einsatzgruppe von Ohniaka III zurückgekehrt ist, findet eine Besprechung in der Aussichtskammer statt, und dabei diskutiert man über die Veränderungen bei den Borg. Als Troi hört, daß ein Borg einen anderen mit einem Namen angesprochen hat, weist sie auf folgendes hin: Es gibt nur einen Borg mit einem Namen - Hugh -, und er erhielt ihn von der Enterprise-Crew (siehe "Ich bin Hugh"). Hat sie vergessen, daß es noch einen Borg mit einem Namen gab, und zwar Locutus? Sie selbst hat Picard nach den Ereignissen von "In den Händen der Borg" und "Angriffsziel Erde" psychologischen Beistand gewährt.
arrowrightAuch Datas Gedächtnis scheint in dieser Episode nicht richtig zu funktionieren. Nachdem er auf Ohniaka III zornig geworden ist und einen Borg getötet hat, meint er zu LaForge, es sei seine erste emotionale Erfahrung gewesen. Erinnert er sich nicht mehr daran, daß Q ihn in "Noch einmal Q" zum Lachen brachte?
arrowrightAls Data und Counselor ‹Erforschen Sie Ihre dunkle Seite und haben Sie Spaß damit‹-Troi über den Zorn des Androiden sprechen, behauptet Deanna, Emotionen seien weder positiv noch negativ. Nun, in "Kraft der Träume" sind sie sehr wohl positiv und negativ. In jener Episode stimulierte Pulaski negative Gefühle in Riker, indem sie Erinnerungen an unangenehme Erlebnisse an Bord der Enterprise weckte und dadurch gefährliche Mikroben im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode langweilte.
buttonGeräte und Ausrüstung:
arrowrightDa er noch einmal Zorn erfahren möchte, sucht Data das Holodeck auf, um dort zu experimentieren. Schließlich fordert er den Computer auf, die Stärke des Gegners so sehr zu erhöhen, daß er in Gefahr gerät. Als der Computer ablehnt, bittet Data LaForge um Hilfe bei der Deaktivierung der Sicherheitssysteme. Angeblich sind dazu zwei Führungsoffiziere erforderlich. Offenbar hat jemand nach "Sherlock Data Holmes" das Holodeck neu programmiert. In jener Episode brachte LaForge das ganze Schiff in Gefahr, indem er mit einem falschen Wort einen zu mächtigen Moriarty schuf.
arrowrightIn "Noch einmal Q" kontrollierte Picard das Kraftfeld der Arrestzelle mit einem verbalen Kommando. In "Ich bin Hugh" bediente ein neben der Zelle postierter Sicherheitswächter die Kontrollen einer Schalttafel. In dieser Episode wird das Kraftfeld von einem Sicherheitswächter kontrolliert, der auf der anderen Seite des Raums an einem Schreibtisch sitzt. Hat das Kraftfeldkontrollen-Installationsteam so wenig Arbeit, daß es sich mit wiederholten Veränderungen selbst welche schaffen muß?
arrowrightDie El-Baz ist wieder da! Sie erinnern sich bestimmt daran, daß die El-Baz ein schnittiges Passagiershuttle mit abgerundeten Flanken war (siehe "Die Reise ins Ungewisse"). In dieser Episode ist die El-Baz ein superkompaktes, für zwei Personen bestimmtes Modell.
arrowrightNachdem sie das Borg-Gebäude betreten haben, weist LaForge darauf hin, daß sein Tricorder nicht einmal die Emissionen der Lampen registriert. Picard vermutet daraufhin eine Art Abschirmfeld. Nun, es gibt also ein Kraftfeld, das Emissionen aller Art absorbiert und Sensoren sogar daran hindert, auf Licht zu reagieren. Warum wirkt sich das Abschirmfeld nicht auf Geordis VISOR aus? Unter den geschilderten Umständen müßte er doch blind sein, oder?
buttonProbleme mit Kontinuität und Produktion:
arrowrightAllem Anschein nach hat Dr. Noonian Soong Data mit einem ausgeprägten Ordnungssinn programmiert. Kurz bevor es zu Beginn der Episode zu einem Kampf zwischen der Landegruppe und den Borg kommt, löst Data mit der rechten Hand ein Wandsegment, um das primäre Kontrollsystem manipulieren und die nahe Tür öffnen zu können. Als sich der Zugang öffnet, feuern die Borg auf der anderen Seite - der Kampf hat begonnen. Als Data die Borg unter Beschuß nimmt, hält er das Wandsegment noch immer in der rechten Hand. Mehrere Phaser- und Plasmaentladungen später wird der Androide direkt von einem Borg angegriffen. Data schleudert ihn an die Wand mit dem Schaltsystem, woraufhin das zuvor gelöste Segment zu Boden fällt. Zwar geht es drunter und drüber, aber Data hat trotzdem Zeit genug gefunden, die Öffnung in der Wand zu schließen. Ein Mensch hätte das Segment einfach fallengelassen und die ganze Aufmerksamkeit dem Kampf gegen die Borg gewidmet, aber Datas ausgeprägter Ordnungssinn ließ keine Kompromisse zu.
arrowrightNach der ersten Begegnung mit den Borg befaßt sich Picard noch einmal mit den Ereignissen von "Ich bin Hugh". In jener Folge hat die Enterprise-Crew einem Borg geholfen, der anschließend ins Kollektiv zurückkehrte. Der Captain ahnt, daß dadurch eine Veränderung der Borg bewirkt wurde. Picard sieht sich eine Video-Aufzeichnung der Szene an, in der LaForge den Gefangenen/Patienten Hugh nennt. Unten am Bildschirm wird eine digitale Uhr eingeblendet. Seltsamerweise unterscheiden sich die dargestellten Sequenzen von der Originalversion - es fehlen einige Teile des Dialogs. Nimmt der Computer bei solchen Aufzeichnungen eine automatische Bearbeitung vor? Und wenn das der Fall ist: Warum wird dann eine Uhr eingeblendet? Dadurch entsteht der Eindruck von authentischem, unverändertem Material.
arrowrightDie graphischen Darstellungen für den recht unruhigen Transit durch den Energiestrudel stammen aus "Die Zukunft schweigt".
arrowrightDas für die Gebäude auf Ohniaka III verwendete Bild wurde mit geringen Veränderungen schon einmal verwendet: für die Arkaria-Basis in "In der Hand von Terroristen" und für die genetische Forschungsstation Darwin in "Die jungen Greise".
arrowrightIn den meisten Fällen leisten die Produzenten beim Einsatz von Stuntmen gute Arbeit und maskieren irgendwie das Gesicht des Doubles. Doch am Anfang dieser Episode, als Data gegen den Borg kämpft, wird deutlich, wann ein Stuntman in die Rolle des Androiden schlüpft.
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